Berlin (dpa) - Manchmal lachen Informatikstudenten in den USA. Der Computer eine Erfindung aus Deutschland? Unvorstellbar. Aber wahr. Zum 100. Geburtstag des Berliner Computerpioniers Konrad Zuse rufen Museen die Erinnerung an den genialen Erfinder wieder wach.
1936 baute Zuse, gerade mal 26 Jahre alt, in einer Berliner Altbauwohnung einen Rechner zusammen. Der war so groß wie ein Doppelbett und bockte, wenn sich die mechanischen Schaltglieder verklemmten. Doch er hatte fast alles, was ein moderner Computer braucht. Zuse nannte seine Erfindung Z1 - Z wie Zuse.
Vielleicht wäre er ein reicher Mann wie Bill Gates geworden, wenn er ähnliche Chancen bei der Vermarktung gehabt hätte. Doch Konrad Zuse, studierter Bauingenieur mit einem Faible für Architektur und Maschinenbau, lebte in Nazi-Deutschland. Als er seinen ersten Rechner im Mai 1941 zum Z3 weiterentwickelt hatte, dem ersten funktionsfähigen Digitalrechner weltweit, herrschte schon Krieg.
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